Spielbericht: Abstieg in die Kreisliga - Herbern wollte es mehr
Nach dem Saisonfinale gegen Herbern ist es bittere Realität. Nach über 40 Jahren überkreislichen Fußball steigt unsere erste Mannschaft in die Kreisliga ab. Nun heißt es sich zu sortieren, den Kopf zu heben und wieder aufzustehen.
RW Mastholte - SV Herbern 0:2 (0:0)
0:1 Dombrowski (51.)
0:2 Kleimann (53.)
Es ist die schmerzhafteste Niederlage in der jüngeren Vereinsgeschichte, denn sie besiegelt den Abstieg in die Kreisliga. Auf einem gut gefüllten Sportplatz konnte sich der SV Herbern im direkten Duell der letzten beiden verbleibenden Abstiegskandidaten durchsetzen und den Klassenerhalt feiern.
Zu Beginn des Spiels konnte man beiden Mannschaften anmerken, was auf dem Spiel stand. Beide Mannschaften ackerten viel nach hinten, nach vorne kamen beide Mannschaften nicht so recht. Unsere Gäste aus Herbern konnten sich schnell leichte Feldvorteile erarbeiten, sie wirkten in der Anfangsphase etwas griffiger. Die erste, größere Chance gehörte dann aber unserer Mannschaft. In einer der wenigen gelungenen Offensivkombinationen war es Mirko Röhl, der mit seinem Abschluss aus spitzem Winkel am Torwart hängen blieb. Danach setzte sich aber weiter der Trend der ersten Minuten fort, die Gäste aus Herbern waren griffiger und drückten uns weiter in unsere Hälfte. Es dauerte aber bis zur 23. Minute, als Torwart Manuel Risse das erste Mal bei einem Distanzschuss eingreifen musste. Ab der 30. Minute kamen die Gäste aber vermehrt zur Torchancen, die aber entweder durch den starken Risse gehalten wurde oder im letzten Moment geblockt wurden. Zwar kam auch unsere Mannschaft in dieser Phase offensiv ein wenig besser zu Recht, aber in Summe musste sie mit dem 0:0 zur Pause zufrieden sein.
Kurz nach der Pause kam dann aber der erste Nackenschlag. Mit einem Doppelpass und einem Steilpass im Mittelfeld war Herbern frei vor dem RWM Tor. Die Grätschen der beiden Außenverteidiger Iwan Dirksen und Jan-Niklas Loddeweg kamen ein Moment zu spät. Manuel Risse hatte im eins gegen eins keine Chance. Nur zwei Minuten später konnte Herbern nachlegen. Nach einer RWM Ecke reichte ein langer Ball des Torwarts und ein Querpass aus um, den Herberner Außenstürmer den Ball vor dem leeren RWM Tor zu servieren. In der Folge wirkte unsere Mannschaft geschockt und gelähmt. Zwar reagierte Co-Trainer Andrej Dreichel direkt mit einem Dreierwechsel und kurze Zeit später mit einem weiteren Doppelwechsel die Chancen hatte aber weiter der SV Herbern, die per Distanzschüssen oder Standards für Gefahr sorgten. Zwar gelang es den eingewechselten Niklas Rauh und Manuel Gutzler frischen Wind in die Offensivbemühungen von unserer Mannschaft zu bringen, zu richtig guten Chancen kam unsere Mannschaft gegen die sehr konsequent und konzentriert verteidigenden Herberner aber nicht. Es dauerte bis zur 88. Minute, als Niklas Rauh aus der Distanz das erste Mal richtige Gefahr erzeugen konnte. Die Herberner konzentrierten sich jetzt mehr aufs Verwalten und nahmen mit einigen einzelnen Wechseln die Zeit von der Uhr. So kam unsere Mannschaft weiterhin nicht in den Spielfluss und konnte keine Chancen mehr generieren.
Somit steht der erste Abstieg in die Kreisliga seit über 40 Jahren fest. Leider müssen wir uns eingestehen, dass der Sieg der Herberner in dieser Partie vollkommen verdient war. Der Klassenerhalt wurde aber auch nicht nur in dieser Partie verspielt, denn in Summe fehlten uns am Ende nur 2 Punkte, die in vielen anderen Spielen locker drin gewesen wären und teils leichtfertig verspielt wurden. In der nächsten Saison warten dann in der Kreisliga A eine Menge interessanter Derbys, wie etwa gegen die SG Bokel, Westfalia Neuenkirchen oder GW Varensell. Natürlich war das klare Ziel weiter in der Bezirksliga zu bleiben, jetzt müssen wir uns aber auf die neue Realität einstellen und wieder aufstehen, um in Zukunft wieder anzugreifen und wieder Richtung Bezirksliga zu schielen.
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