Spielbericht: Erste verliert 6-Punkte-Spiel in Cappel

Mit einer bitteren Niederlage in Cappel musste unsere erste Mannschaft nach dem Auswärtspiel in Cappel leben. Bei der 2:4 Auswärtsniederlage sorgten Louis Poll und Christoph Niermann nach einem 0:2 Halbzeitrückstand für den Ausgleich.

Christoph sekunden vor dem Ausgleich

SuS Cappel - RW Mastholte 4:2 (2:0)

1:0 Pohl (8., FE.)
2:0 Neumann (36.)
2:1 Poll (51.)
2:2 Niermann (63.)
3:2 Hasel (77.)
4:2 Maciera (90.+5)

Die Niederlage in Cappel tut aus verschiedenen Gesichtspunkten weh und fühlt sich ein wenig nach dem Championsleague Halbfinal Rückspiel von Bayern gegen Paris an. Bei einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen, die meistens zugunsten der Cappeler ausfielen, und versprungen Bällen fehlte das nötige Spielglück, andererseits, so ehrlich müssen wir sein, haben wir es auch selber verbockt, indem wir nicht das auf den Rasen gebracht haben, was wir eigentlich zu leisten im Stande sind. Aber von Beginn an, der Spielbericht:

In den ersten Minuten merkte man beiden Mannschaften die Bedeutung des Spiels an. In eigenen Ballaktion war leichte Nervosität sichtbar, gegen den Ball waren aber beide Mannschaften fokusiert und voll auf der Höhe. Bis zum ersten Aufreger der Partie dauerte es dann aber doch nur bis siebten Minute. Bei einem Freistoß tickte der Ball im RWM Strafraum, auf dem wohl schlechtesten Geläuf der Liga, so unglücklich auf, dass er versprang und bei Lucas Lütkebohle am angelegten Arm landete. Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter für Cappel, die das zur frühen Führung nutzen konnten. Unser Team musste sich anschließend kurz schütteln, konnte aber zeitnah selber die erste große, eigene Chance des Spiels verzeichnen. Lucas Lütkebohle konnte den Ball von der rechten Torauslinie flach in die Mitte bringen, wo Burak Köseoglu aus sehr guter Position zum Abschluss kam, aber genau auf den Keeper zielte. Der Abpraller rollte direkt vor die Füße von Angelo Campagna, der aus guten 15m zum Abschluss ansetze, aber durch den plötzlich hoppelden Ball zu sehr unter den Ball kam und eher ein Field Goal als ein Tor erzielte. Gute fünf Minuten später fehlte erneut das Spielglück, als Christoph Niermann einen Freistoß aus 23m an den Außenpfosten nagelte. Für die nächsten zehn Minuten flachte das Spiel dann weiter ab, bis in der 30. Minute unser Abwehr, erneut nach einem versprungenen Ball, Cappel einlud, die frei vor Torwart Risse aber über das Tor lupften. Weitere fünf Minuten später machten es die Cappeler aber besser. Eine lange Flanke auf den zweiten Pfosten konnte zurück in die Mitte gelegt, wo unsere RWM Abwehr pennte, und Cappel erhöhen konnte. Bis zur Pause passierte nichts mehr.

Direkt zu Anpfiff der zweiten Hälfte hatte Cappel noch eine große Chance, nach dem Wachmacher übernahm aber RWM das Spiel und belohnte sich schnell. Daniel Ulrich erlief einen Ball, der für eine Ecke Richtung Toraus kullerte und brachte den Ball flach in die Mitte. Dort kam der eingelaufene Louis Poll an den Ball und traf flach unten links im Eck. Weitere zehn Minuten gab es erneut Freistoß für RWM und wieder trat Christoph Niermann an. Diesmal entschied er sich für die gefühlvolle Variante über die Mauer und wurde mit dem 2:2 belohnt. Die Erste drückte nun auf den Führungstreffer, den Abschlüssen mangelte es aber entweder an präzision oder am nötigen Druck hinterm Ball. In der 77. Minute bot sich dann die große Chance zur Führung für RWM. Bei einem Freistoß von Laumeier kam Lütkebohle mit dem Kopf nicht ganz dran, von seiner Schulter flog der Ball über den Querbalken. Bitter hier, wäre Lucas gar nicht an den Ball gekommen, wäre er vermutlich direkt reingegangen. Und so kam es wie es kommen musste, dass Cappel auf der Gegenseite treffen konnte. Doch auch hier gab es zwei Seiten der Medaille. Während der Cappeler Stürmer gute 1,5m im Abseits stand, die Bilder der VEO Cam bestätigten das, blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm, unsere Abwehr hörte aber für einen Moment auf zu spielen, was man grundsätzlich nicht machen sollte, und konnte so den Cappeler frei vor Risse nicht mehr stellen. In der Folge drückte RWM auf den erneuten Ausgleich tat sich in der hecktischen Schlussphase aber schwer, zu gefährlichen Aktionen zu kommen. Stattdessen stellte sich der Schiedsrichter nochmal in den Mittelpunkt. Erst stellte er unseren spielenden Co-Trainer Andrej Dreichel mit Gelb-Rot vom Platz, der laut eigener Aussage nur lautstark seine Mitspieler zu einem schnell ausgeführten Freistoß animieren wollte. Kurz danach gab es noch zwei strittige Szenen im Cappeler Strafraum. Nach einem RWM Freistoß traf der Cappeler Torwart einen RWM Spieler mit der Faust am Kopf, der danach liegen blieb. Da er den Ball gespielt hat, war es grade noch so vertretbar nicht auf Elfmeter zu entscheiden. Im direkten Anschluss ist Daniel Ulrich mit dem Abpraller in den Strafraum gedribbelt und wurde da mit einem leichten Kontakt zu Fall gebracht. Zudem gab es im Laufe der zweiten Hälfte eine ähnliche Handsituation im Cappeler Strafraum wie beim Elfmeter, wo die Pfeife ebenfalls stumm blieb. So staute sich auf der RWM reichlich Frust an, einen 50/50 Elfmeter gegen sich zu bekommen, zwei bis drei 50/50 Elfmeter für uns nicht bekommen, sowie die Gelb-Rote Karte gegen Dreichel. Das Ersatztorwart Funke dem Schiedsrichter einmal seine Meinung geigte, quittierte der Schiedsrichter noch mit der roten Karte. Im Anschluss machte RWM noch komplett offen, was mit einem Konter zum 4:2 und dem folgenden Spielende endete.

Somit ist für unsere Mannschaft der Worst Case eingetreten, dass wir im direkten Duell verlieren und ein Großteil der Konkurrenten parallel gewinnen konnte. Offiziell liegen wir zwar immer noch auf einem Nichtabstiegsplatz, da Cappel und Hilbeck unter uns aber noch ein Nachholspiel gegeneinander haben, und diese nur ein bzw. zwei Punkte hinter uns liegen, wird uns dadurch mindestens eine Mannschaft überholen. Bei noch drei verbleibenden Spielen haben wir aber weiterhin alles in eigener Hand. In kommenden Woche ist dann der TuS Freckenhorst zu Gast, die als Tabellenzweiter nacheinander gegen unsere Konkurrenten Vorwärts Ahlen und SV Herbern verloren haben und dadurch auf Platz 3 abgerutscht sind. Anschließend geht es gegen die beiden genannten Konkurrenten. Zuerst geht es nach Ahlen, die sich in den vergangenen zwei Wochen etwas absetzen konnten und am letzten Spieltag daheim gegen die aktuell punktgleichen vom SV Herbern. 



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